Frage des Monats: die Antworten

Interessante Informationen zu steuerrechtlichen Themen

Hier finden Sie einen Überblick zu den in dieser Rubrik behandelten Anfragen.

  • Sind alle Rückerstattungen der Krankenkasse steuerpflichtig?

    Ja, alle Rückerstattungen der Krankenkasse sind einkommensteuerpflichtig, weil es sich aus Sicht des Finanzamts bei allen Boni, Prämien und Rückerstattungen um Beitragsrückerstattungen handelt, egal wie die jeweilige Kasse die Leistungen bezeichnet.

    Diese Beitragsrückerstattungen mindern den Sonderausgabenabzug und erhöhen gleichzeitig das zu versteuernde Einkommen.

    So bleiben z. B. bei einer Bonuszahlung von 80,– Euro jährlich und einem persönlichen Grenzsteuersatz von 35 % nur noch 52,– Euro übrig. Den Rest kassiert der Staat.

    Nicht betroffen ist dagegen die Kostenübernahme für einen Präventionskurs.

    Die Krankenkassen sind verpflichtet, die Daten gegenüber der Finanzverwaltung bis spätestens 28.02. des Folgejahres zu melden. Gleichzeitig werden aber auch die Mitglieder schriftlich darüber informiert.

  • Mein Kind ist krank und muss zu Hause gepflegt werden. Was ist zu tun, was muss ich meinem Arbeitgeber vorlegen?

    Muss ein Kind, das das 12. Lebensjahr noch nicht vollendet hat, aufgrund einer Erkrankung zu Hause gepflegt werden, ist dem Arbeitgeber eine „Ärztliche Bescheinigung für den Bezug von Krankengeld bei Erkrankung eines Kindes“ in Kopie vorzulegen.

    Ist aufgrund des Arbeitsvertrages geregelt, dass in diesem Fall die Lohnfortzahlung durch den Arbeitgeber ausgeschlossen ist, muss die ausgefüllte Originalbescheinigung an die Krankenkasse des Arbeitnehmers gesendet werden. Diese übernimmt dann die Lohnfortzahlung für den Ausfallzeitraum. Hierfür sind die Arbeitnehmer allerdings selbstständig zuständig.

    Gibt es keine arbeitsvertragliche bzw. anderweitige schriftliche Regelung hierzu, übernimmt der Arbeitgeber die Lohnfortzahlung (kurzzeitige Arbeitsverhinderung), und es ist nichts weiter zu veranlassen.